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Hebeanlage für die Dusche

Kellerräume wurden über Jahrhunderte hinweg überwiegend als Lagerräume für die unterschiedlichsten Dinge beziehungsweise als Betriebsräume genutzt. Der Bereich für Zentralheizungen, Brennstoffe wie Kohle, Holz oder Heizöl und viele Dinge, die nicht mehr benötigt wurden oder durch die besonderen Bedingungen im Keller besser gelagert werden konnten. In der jüngeren Vergangenheit wurden Kellerräume auch mal zu Werkstätten für Heimwerker umfunktioniert, aber die effektive Nutzung hielt sich bis weit in das 20. Jahrhundert in einem bescheidenen Rahmen.

Hebeanlage für die Dusche

Eine Hebeanlage für die Dusche ist teilweise notwendig

Dabei möchten Bauherren nach wie vor nicht auf ein Kellergeschoss verzichten. Wenn sich auch der Trend im neuen Jahrtausend etwas abschwächte, gehört für viele Menschen zu einem Haus auch ein Keller.

Obwohl sich bei Neubauten ein Keller in der Finanzierung durchaus bemerkbar macht, ist er unter dem Strich eine lohnende Anschaffung.

Im Durchschnitt ergeben die etwa 10 % Mehrkosten rund 40 % mehr an Nutz- oder Wohnraum auf der gleichen Bebauungsfläche. Das macht sich nicht nur im täglichen Leben deutlich bemerkbar, sondern auch im Wiederverkauf. Häuser mit einem Kellergeschoss werden auf dem Immobilienmarkt klar bevorzugt.

Keller mit Dusche, warum nicht?

Heute stehen zur Nutzung der Kellerräume weit mehr Wege offen, als noch vor einigen Jahrzehnten. Moderne Bautechniken erlauben es, Kellerräume als Wohnflächen zu gestalten und diese mit jedem Komfort auszustatten, den die darüber liegenden Etagen selbstverständlich bieten. Dazu gehört beispielsweise eine Dusche.

Das warme und kalte Wasser zur Dusche zu führen, stellt sich technisch gesehen einfach dar und unterscheidet sich in keiner Weise von den anderen Verbrauchsstellen im Haus. Das Duschwasser abzuführen ist wiederum etwas, wozu eine Hebeanlage für Duschen benötigt wird.

Kellerräume befinden sich mit ihrem Bodenniveau unterhalb des Hausanschlusses für die Kanalisation. Da praktisch alle Abwasserinstallationen dieser Welt über die sogenannte Schwerkraftentwässerung funktionieren, also ein Gefälle hin zur Kanalisation benötigen, muss für das Kellergeschoss eine zusätzliche technische Lösung her.

Die Hebepumpe für die Dusche ist eine solche Lösung, die auf dem Markt in unterschiedlichen Ausführungen für das Badezimmer angeboten wird. Doch bevor es nun an die Möglichkeiten geht, die sich direkt an der Duschwanne ergeben, zuerst ein Blick auf die Vorgaben und Bedingungen, um eine Hebeanlage für Duschen im Keller einzurichten. Gerne wird auch auf eine Komplettdusche mit Hebeanlage zurückgegriffen. Diese Duschkabine mit Hebeanlage ist unter Umständen jedoch etwas teurer.

Ein kleines Kapitel über Abwasser?

Im Bauwesen spielt die Entwässerung von Gebäuden eine zentrale Rolle und besitzt vonseiten des Gesetzgebers aus guten Gründen einen hohen Stellenwert. So müssen heute alle Gebäude an das lokale Abwassernetz angeschlossen werden, Ausnahmen wie Sickergruben sind nur dann erlaubt, wenn ein Kanalisationsanschluss absolut nicht möglich ist. Diese gesetzliche Regelung ergibt sich aus den großen Mengen an Abwässern, die jeden Tag anfallen.

So produziert ein Haushalt in Deutschland, ohne gewerbliche, öffentliche oder industrielle Verbraucher, täglich ca. 127 Liter Abwasser. Bei über 40 Millionen Haushalten in Deutschland sind dies über 5 Milliarden Liter Abwasser, Tag für Tag.

Um von dieser gigantischen Menge eine Vorstellung zu bekommen: das sind 1354 Schwimmbäder in Olympia-Ausführung, 50 x 25 x 3 m, die jeden Tag aufs Neue mit Abwässern gefüllt werden. Vielleicht hilft es auch, sich den heimischen Baggersee vorzustellen, in den täglich die Abwässer der Nation gekippt werden.

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Würden diese Abwässer, die die unterschiedlichsten Verschmutzungsgrade aufweisen, von Fäkalien über Chemikalien wie Shampoo bis hin zu Essensresten, einfach in die freie Natur abgeleitet werden, hätten wir ein Problem, ein sehr großes Problem.

Übrigens werden etwa 35 % dieser 127 Liter für das tägliche Duschen und Baden aufgewendet. Ein Grund mehr, darüber nachzudenken, wie das Abwasser aus dem Keller kommt.

Dusche

Was sind Hebeanlagen für Duschen eigentlich?

Mithilfe von Hebeanlagen werden Abwässer in privaten Haushalten, aber auch im Gewerbe und vor allem in öffentlichen Kanalisationen und Klärwerken, auf ein Niveau angehoben, das es erlaubt, die Abwässer mittels eines Gefälles abzuleiten.

Hebeanlagen für Duschen arbeiten hierfür mit Pumpen, die in ein Sammlergehäuse integriert sind und das dort einfliesende Duschwasser nach oben pumpen, direkt in die Abwasserleitung des Hausanschlusses zur Kanalisation. Eine Dusche oder gleich eine Duschwanne mit einer integrierten Hebeanlage wäre eventuell auch als Alternative zu nennen.

Natürlich sind die Hersteller von Hebeanlagen für Duschen darauf bedacht, ihre Anlagen sowohl nutzergerecht zu gestalten wie auch den Normen zu entsprechen, die für diesen Bereich des Bauwesens gültig sind. Bei einer Hebeanlage, die ausschließlich dazu dient, das Duschwasser abzuleiten, kommt die DIN EN 12050-2 zur Anwendung, die Norm für Schmutzwasserhebeanlagen. Im Sanitärbereich wird statt von Schmutzwasser auch von Grauwasser gesprochen, das sich wiederum von Schwarzwasser unterscheidet, Abwässer mit Fäkalien.

Eine Schmutzwasserhebeanlage erfordert im Grunde keinen hohen technischen Aufwand. In der Regel sind hier Tauchpumpen mit einem Schwimmerschalter im Sammelgehäuse der Anlage verbaut, die sich bei anfallendem Abwasser selbsttätig einschalten und das Abwasser wegbefördern.

DuschkopfDabei werden Tauchpumpen eingesetzt, die in der Lage sind, auch größere Partikel genauso wie Haare zu befördern.

Das Sammelgehäuse ist natürlich wasserdicht gebaut und mit einem Geruchsverschluss versehen. Der technisch größere Aufwand ergibt sich meist bei der Verlegung der Rohrleitungen hin zum oben liegenden Kanalisationsanschluss, wobei für derartige Anlagen eine Rohrleitung verlangt wird, die einen Durchmesser von mindestens 35 mm besitzt, also kein übermäßig großes Rohr, das sich problemlos Unterputz verlegen lässt oder hinter einer Montagewand verborgen werden kann.

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Barrierefrei Duschen im Keller

Wer sich im Keller eine Dusche einrichten möchte, beispielsweise zusammen mit einer Sauna als persönlicher Wellnessbereich, kann für die benötigte Hebeanlage auf unterschiedlichste Lösungen zurückgreifen. Eine Hebeanlage für den Keller macht in vielen Situationen Sinn.

So etwa eine Hebeanlage für Duschen, die in einem Sumpf (eine Vertiefung im Kellerboden) unterhalb der Duschwanne integriert ist und sogar die Installation einer barrierefreien Dusche erlaubt. Das Duschwasser fliest direkt in den Sammelbehälter der Hebeanlage und wird sofort nach oben gepumpt.

Dies erlaubt Duschen ohne angehobenen Duschwannenrand und damit eine sehr attraktive Gestaltung der Duschanlage nur mit entsprechenden Bodenfliesen. Die Hebeanlage selbst ist völlig unsichtbar, lediglich der übliche Ablauf ist im Boden zu sehen.

Wer sich den baulichen Aufwand einer Bodenvertiefung (Sumpf) im Keller ersparen will, kann die entsprechende Hebeanlage auch neben oder hinter und sogar in der Dusche selbst einbauen. Die Dimensionen einer Hebeanlage für Duschen halten sich in Grenzen und betragen etwa 30 x 16 x 15 cm, also in etwa die Größe eines Schuhkartons. Zur unauffälligen Platzierung haben sich zudem etliche Bad-Designer bereits Gedanken gemacht und wirklich schöne Lösungen gefunden.

Mit einer Hebeanlage für die Dusche steht praktisch jeder Keller für eine erweiterte Nutzung zur Verfügung, wodurch sich mit wenig finanziellem und baulichem Aufwand sowohl der Wohnkomfort wie auch der Wert des Hauses steigern lässt.

Badezimmer mit Dusche

Duschwanne mit Hebeanlage

Das Bedürfnis, schnell eine Dusche zu nehmen, kann aus den unterschiedlichsten Gründen entstehen, in der Regel jedoch, weil sich die betreffende Person schmutzig fühlt und es meist auch ist.

Etwa nach der Arbeit im Garten oder zum Ende des Arbeitstages voller körperlicher Anstrengungen. Üblicherweise wird dabei die Kleidung gewechselt, doch vorher darf es gerne eine schöne Dusche sein.

Nicht selten sind jedoch die Orte, an denen der Kleiderwechsel stattfinden soll, nicht mit einer Dusche ausgestattet.

Etwa der Keller oder Nebengebäude. Andrerseits möchte niemand gern den Schmutz aus der Arbeitskleidung und den Arbeitsschuhen in die Wohnung oder den Bürobereich hineintragen.

Die Installation einer Dusche scheitert meist am fehlenden Anschluss zur Kanalisation, um das Abwasser zu entsorgen. Im Gegensatz zum Frischwasser, beziehungsweise dem heißen und kalten Wasser, das unter Druck steht, benötigt das Abwasser ein Gefälle, um abfließen zu können. Das wiederum lässt sich im Kellergeschoss oder auch in Nebengebäuden kaum realisieren, weil diese entweder tiefer liegen als der Abwasseranschluss oder ein nachträglicher Kanalanschluss recht große Bauarbeiten nach sich zieht.

Die Lösung: eine Duschwanne mit Hebeanlage

Bei dieser Technik wird zur Entsorgung des Abwassers nur ein sehr kurzes Gefälle der Abwasserleitung benötigt, vom Abfluss der  Duschwanne direkt in den Sammelbehälter der Hebeanlage, in der die Pumpe das anfallende Schmutzwasser sofort mittels Druckleitung in die Kanalisation befördert.

Moderne Duschwannen mit Hebeanlage sind dabei so gestaltet, das sie fast schon den Kriterien der Barrierefreiheit entsprechen. Die Einstiegshöhe beträgt meist nicht mehr als 5 cm.

Verschiedene Hersteller bieten zudem auch Duschwannen mit Hebeanlagen an, die völlig ebenerdig sind und damit der Barrierefreiheit entsprechen. In dieser Variante wird das Duschwasser über den Abfluss von der Pumpe in der Hebeanlage angesaugt. Hierbei kann die Hebeanlage selbst bis zu 30 cm höher liegen als der Duschwannenabfluss.

Natürlich muss auch bei diesen Varianten einer Dusche der Anschluss an die Kanalisation erfolgen. Doch statt tiefer Erdarbeiten, um das Kanalisationsniveau zu erreichen, was im Keller so oder so nicht möglich ist und in Nebengebäuden den Einsatz von Presslufthämmern notwendig macht, wird die Duschwanne mit Hebeanlage über eine an der Wand montierbare Druckleitung mit dem Abwasserkanal verbunden. Im besten Fall verschwindet die gesamte Druckleitung hinter einer Montagewand.

Die Dusche im Gartenhaus?

Eine vollwertige Dusche im Gartenhaus ist mit einer Hebeanlage möglich. Hier stehen wiederum unterschiedliche Varianten zur Verfügung.

Geht es nur um die Entsorgung des Duschwassers, kann eine Druckleitung mit einem Durchmesser von 42,4 mm (DN 32) auch über mehrere Meter vom Gartenhaus zum Kanalanschluss des Wohnhauses verlegt werden.

Die einzige Bedingung ist, dass die Leitung frostsicher ist. Das kann sogar erweitert werden, etwa mit einer Hebeanlage zur begrenzten Verwendung, die den Anschluss von vier Verbrauchern zulässt.

So kann aus einem Gartenhaus vollwertiger Wohnraum werden, etwa als exklusives Gästezimmer oder für den Nachwuchs, der so schon einmal Proben kann, wie sich die eigenen vier Wände anfühlen.