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Toilette mit Hebeanlage

In der Reihe unzähliger Ehrentage für die unterschiedlichsten Dinge und Menschen ist seit dem Jahr 2001 auch der Welttoilettentag zu finden. Die Generalversammlung der Vereinten Nationen nahm am 24. Juli 2013 ganz offiziell den 19. November als Tag der Toilette in die Liste der Ehrentage auf.








Für die Einwohner Mitteleuropas besitzt dieser Tag kaum eine große Relevanz und nicht wenige werden vielleicht darüber lächeln, der Vorgang besitzt jedoch einen ernsten Hintergrund. Mehr als 40 % der Weltbevölkerung, das sind aktuell fast 3 Milliarden Menschen, haben keinen Zugang zu sanitären Einrichtungen, wie es beispielsweise die Bewohner der Industriestaaten gewohnt sind. Die Folgen davon sind grassierende Infektionskrankheiten bis hin zu Epidemien in den betroffenen Regionen.

 

Hygiene überall im Haus

ToiletteIn Deutschland ist der hygienische Schutz gerade in Bezug auf fäkalienhaltige Abwässer sehr streng geregelt. Darunter fällt auch die Toilette mit Hebeanlage. Dabei handelt es sich um ein System zum Transport der Abwässer, wenn sich die Toilette entweder unterhalb des Kanalisationsanschlusses befindet oder die Rohrleitungsinstallation die Einrichtung eines Gefälles nicht zulässt.

 

Normalerweise funktioniert die Entwässerung eines Hauses über die Schwerkraft oder vereinfacht ausgedrückt: Wasser fließt immer bergab. Dementsprechend sind die Abwasserrohre eines Gebäudes stets mit einer Neigung oder Schräge hin zum Sammelrohr ausgestattet, damit die Abwässer von selbst in das Anschlussrohr der kommunalen Abwasserentsorgung fließen können. So ist die Hebeanlage mit Häcksler ideal.

 

Manchmal ist dies jedoch bautechnisch nicht realisierbar. Etwa dann, wenn sich der Abwasseranschluss unterhalb des Kanalanschlusses befindet, zum Beispiel im Keller.

Eine andere Variante ist der Abwasseranschluss, der sich weit entfernt vom nächsten Sammelrohr befindet und bei dem das Verbindungsrohr nicht mit einer Neigung versehen werden kann oder höchstens mithilfe aufwendiger und teurer Baumaßnahmen.

So etwa beim Um- oder Ausbau des Dachbodens. In beiden Fällen hilft die Toilette mit Hebeanlage, das Problem zu lösen.




Eine saubere Lösung

Bei der Toilette mit Hebeanlage handelt es sich um eine sanitäre Einrichtung, in der das Abwasser durch eine eingebaute Pumpe über eine Druckleitung hin zum Abwasseranschluss des Hauses befördert wird. Auf diese Weise kann das WC auch in Gebäudeteilen eingerichtet werden, bei denen es eigentlich aufgrund der baulichen Gegebenheiten nicht möglich wäre. Das erlaubt unter anderem die bessere Nutzung des vorhandenen Raumes. So fallen in einem herkömmlichen Wohnhaus allein rund 40 % des umbauten Raumes auf das Kellergeschoss und den Dachboden. Beides Bereiche, die auch aufgrund der fehlenden Möglichkeiten im sanitären Bereich selten als Wohnraum genutzt werden. Durch die Toilette mit Hebeanlage lassen sich Keller und Dachboden zu vollwertigen Wohnungen ausbauen.

 

Hierfür werden Toiletten mit Hebeanlagen in verschiedenen Ausführungen angeboten. So etwa als Modell, in dem die Hebeanlage direkt in die Toilette integriert ist. Bis auf den notwendigen Stromanschluss unterscheidet sich diese sanitäre Einrichtung optisch nicht von anderen Toiletten. Im Weiteren kann die Hebeanlage direkt hinter der Toilette installiert werden. Der Vorteil dieser Variante besteht in der größeren Modellauswahl der Toilette selbst, da die Anschlüsse genormt sind und jede im Handel erhältliche Keramik zur Hebeanlage passt.

 

Je nach Ausführung bietet die separate Hebeanlage den weiteren Vorteil, dass neben der Toilette noch andere Verbrauchsstellen wie Waschbecken, Dusche oder auch die Waschmaschine angeschlossen werden können.